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"Im März hatte ich
meinen Plan
vorgelegt und im
Juli wurde gespielt.
In nur drei Monaten
wurde dem Wasser
durch Aufschüttung
der
Riesenzuschauerraum
abgerungen und eine
überdimensionale
Bühne auf 200
Piloten errichtet.
Das Dorf war im
Festspielfieber."
So
erinnert sich der
Gründer der
Seefestspiele
Mörbisch, der
Opernsänger KS
Herbert Alsen,
an die Anfänge.
Im
Juli 1957 war es
soweit. Die erste
Produktion auf der
neugeschaffenen
Seebühne konnte
stattfinden. Mit
einer der
populärsten
Operetten,
„Der
Zigeunerbaron“
von Johann Strauss,
wurde der Grundstein
zu einer alljährlich
stattfindenen
Publikumsattraktion
am Neusiedler See
gelegt.
Bot
die Arena im ersten
Jahr 1.200
Zuschauern Platz, so
konnte sie 1958
bereits auf 1.500
Plätze und 1959 auf
3.000 Plätze
erweitert werden.
Das
damalige Motto der
Seefestspiele
Mörbisch:
Berühmte Künstler
und
Publikumslieblinge
in Operetten auf die
Bühne zu bringen.
Nach
dem Tod des
Festspielgründers
Herbert Alsen im
Jahre 1978, übernahm
interimistisch
Burgschauspieler
Fred Liewehr bis
1980 die Leitung der
künstlerischen
Geschicke der
Seefestspiele. Ihm
stand, wie schon
seinerzeit Herbert
Alsen, Franziska
Schurli als „Seele“
des Unternehmers
hilfreich zur Seite.
Von
1980 bis zu ihrem
überraschenden Tod
1984 übernahm sie
die
Alleinverantwortung
der Seefestspiele
Mörbisch.
1984
übernahm
TELETHEATER,
eine Gesellschaft,
die im
mehrheitlichen
Eigentum der
Republik Österreich
ist und im
Nahverhältnis zu den
Österreichischen
Bundestheatern
steht, das
administrative und
künstlerische
Management. Zwischen
den Österreichischen
Bundestheatern und
dem renommierten
Operettenfestival am
Neusiedler See
bestand schon seit
langer Zeit eine
enge Kooperation:
Solisten, Mitglieder
des Chors und des
Orchesters sowie des
szenischen Dienstes
der Wiener Volksoper
und technische
Mitarbeiter der
Bundestheater waren
oftmals in Mörbisch
im Einsatz. Auch
Dekorationen und
Kostüme wurden
traditionellerweise
aus dem Fundus der
Bundestheater zur
Verfügung gestellt.
Diese Verbindung
wurde aufgrund des
neuen
burgenländischen
Festspielkonzeptes
noch enger gestaltet
und gleichsam
institutionalisert.
Die
Produktion von
Emmerich Kálmáns
„Zirkusprinzessin“
wurde in nur
dreimonatiger
Vorbereitung auf die
Bühne gebracht. Mit
Erfolg - mehr als
40.000 Besucher
brachten einen
Zuwachs von 70%
gegenüber 1983.
Durch neue
Werbemaßnahmen und
ein vom Publikum
akzeptiertes
PR-Konzept wurde den
Seefestspiele
Mörbisch ein
zeitgemäßes Image
gegeben, ohne aber
das „burgenländische
Moment dieser
Veranstaltung“ zu
vernachlässigen.
1985
wurde ein neuer,
modifizierter
Vertrag zwischen den
Burgenländischen
Festspielen
und Teletheater
abgeschlossen. Die
Produktion „Im
weißen Rössl“
brachte mit 15
Vorstellungen einen
Mörbischer
Publikumsrekord:
mehr als 50.000
Besucher waren der
Operette wegen nach
Mörbisch gekommen.
Im selben Jahr wurde
mit dem
Kulturlandesrat des
Burgenlandes, Hans
Sipötz, ein dringend
notwendiges
technisches und
bauliches
Erneuerungskonzept
für Seebühne und
Zuschauertribüne
erarbeitet, das die
Grundsubstanz für
die Zukunft der
Seefestspiele
Mörbisch
bildet.
1986
bildeten zwei
Jubiläen den Rahmen
für die
Festspielsaison am
See:
30 Jahre
Seefestspiele
Mörbisch und
100 Jahre
Zigeunerbaron.
Dem Anlaß
entsprechend, wurden
für die Produktion
dieser Operette jene
Sänger engagiert,
die sich das
Mörbischer Publikum
anläßlich einer
Umfrage 1984 am
meisten gewünscht
hatte. Adolf
Dallapozza und
Peter Minich.
Die Bilanz der
Jubiläumsspielzeit
übertraf noch das
Rekorderlebnis des
Jahres 1985: eine
Auslastung von fast
100%.
„Der
Zigeunerbaron“
errangt auch einen
beachtlichen
Auslandserfolg. In
Zusammenarbeit mit
der Volksoper
gastierte die
Produktion mit einer
adaptierten
Ausstattung vom 29.
bis 31. August 1986
beim renommierten
Festival „Taormina
arte“.
Nach
der Liquidation von
Teletheater im Jahr
1989 übernahm Ksch. Prof. Rudolf
Buczolich bis
1992 die Intendanz
der Seefestspiele
Mörbisch. 1992
übernahm KS Prof.
Harald Serafin
die Intendanz der
Seefestspiele
Mörbisch und leitete
die erfolgreichste
Ära der Festspiele
ein.
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