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Am 12.
Oktober würde
Mörbisch-Gründer Herbert
Alsen seinen 100. Geburtstag
feiern.
Herbert Alsen
wurde am 12. Oktober 1906 in
Hildesheim geboren. Schon
während seines Studiums an
der Musikakademie in Berlin
fiel seine voluminöse
Bassstimme auf. Und dieser
Stimme verdankte er es auch,
dass er zum gefeierten
Opernstar von der
Wiener Staatsoper über
die New Yorker Met
bis zur Mailänder Scala
wurde. Als Herbert
Alsen 1942 der jungen
Kostümbildnerin Gisela
Bossert begegnete, war
diese vor allem von seiner
Stimme beeindruckt: „Er
hatte eine mächtige Stimme,
mein Gott, das war so
beeindrucken!“
Herbert Alsen
war ein Mann der Taten.
Schon am ersten Abend ihrer
Begegnung verlobte er sich
mit der 16 Jahre jüngeren
Gisela. Vier Wochen später
waren die beiden
verheiratet. „Ich hab
eigentlich einen wildfremden
Menschen geheiratet“,
erinnert sich Gisela Alsen
lachend an die große Liebe
ihres Lebens.
1943 wurde
Tochter Marina geboren und
1955 verschlug es das
Ehepaar Alsen ins Burgenland
und sie wurden die ersten
Touristen in Mörbisch am
Neusiedler See. Im Sommer
1957 begann die Geschichte
der Seefestspiele
Mörbisch mit dem
Zigeunerbaron. 2 Jahre
später rief er die
Burgspiele Forchtenstein
ins Leben, wo der junge
Klaus Maria Brandauer
und Senta Berger
Triumphe feierten. Auch für
die Schlossspiele
Kobersdorf war Alsen als
Intendant vorgesehen, konnte
aber das enorme
Arbeitspensum nicht mehr
leisten.
Am 25.
Oktober 1978,
2 Wochen nach seinem 72.
Geburtstag, starb Herbert
Alsen. Herbert Alsen war
Gisela Alsens
Lebensmensch: „Er war
ein faszinierender Mann,
natürlich war er schwierig,
es war nicht immer ein
honiglecken mit ihm, aber er
war faszinierend. Wir haben
nächtelang diskutiert,
gelacht und es war schön mit
ihm zu leben, deshalb ist
auch keiner nach ihm
nachgekommen.“ |