ONLINE PRESSESPIEGEL -  BERICHTE ZUR PREMIERE "DER ZAREWITSCH" 
 
Reizvolle Operette am Neusiedler See

Bregenz macht sich um die Open-Air-Oper verdient, Mörbisch um die Freiluft-Operette. Am Neusiedler See spielt man heuer Lehárs "Zarewitsch". Geografisch gesehen liegen Bodensee und Neusiedler See weit voneinander entfernt. Der eine ist am Westrand Österreichs, der andere ganz im Osten. Was die Aufführungsqualität anlangt, liegen die Freiluft-Bühnen in Bregenz und, bei uns nicht so bekannt, Mörbisch jedoch dicht beieinander.

[mehr...]
 

Im Premieren-Unwetter-Trubel ist untergegangen, welch fabelhafte Aufführung heuer in Mörbisch geboten wird.

Traurig, lebensnah, realistischer als viele andere Operetten, nicht versunken in einer Duidu-alles-eitel-Wonne-Mentalität – das zeichnet Franz Lehars Stück „Der Zarewitsch“ aus. Es ist Harald Serafin hoch anzurechnen, dass er heuer einmal nicht auf ein Happy End (wiewohl dieses für manche Zuschauer sowieso das Feuerwerk ist) setzt, sondern auf ein besonders anspruchsvolles Werk.

[mehr...]
 

Wettergott und Serafin
"Bleiben Sie uns treu, und glauben Sie mir, wir stehen immer auf Ihrer Seite, aber diesmal hat der liebe Herrgott das letzt Wort gesprochen", sagte Harald Serafin in einer kurzen Ansprache an das Publikum, nachdem die Gewitter sich nicht verziehen wollten.

Operette in Reinkultur

Immerhin habe man bis dahin Operette in Reinkultur erleben dürfen, meinte ORF Burgenland-Kulturredakteurin Michaela Schöller: "Ein bezauberndes Bühnenbild von Rolf Langenfass, stimmungsvolle Balletteinlagen, die folkloristisch mit der Klischeeseele Russlands spielten."

Vorübergehendes Happy End
Die Liebesgeschichte der Lehar-Operette endet ja eigentlich mit der Trennung des standesmäßig ungleichen Paares, der Staatsraison wegen. Dazu ist es dann in der Premierennacht nicht mehr gekommen, denn das Liebespaar besteigt am Ende des zweiten Akts ein Schiff nach Venedig. So durften die beiden eben wegen wetterbedingter Unbilden ein vorübergehendes Happy End erleben.

Kurzvideo (Mediaplayer): mms://stream2.orf.at/filehandler/oesterreich/201028/zarewitsch_123481.wmv
 

Mörbisch: Unspektakulär spektakulär
Operette pur, ganz ohne Pomp. Für Aufregung sorgte ohnehin das Wetter - die Vorstellung musste abgebrochen werden.

Eine erfreulich unaufgeregte und gescheit inszenierte Operette. Mit dem "Zarewitsch" ist Serafin wieder einmal ein echter Coup geglückt. Zwischen Wolga-Lied und neapolitanischem Lebensgefühl spielt sich Lehárs Klassiker ab; Rolf Langenfass kann mit seinem Bühnenbild wieder aus dem Vollen schöpfen. Er stellt halb Neapel und halb Russland (inklusive Bernsteinzimmer) auf den Neusiedler See; der deutsche, Operetten-erprobte Regisseur Peter Lund ist bei seinem Mörbisch-Debüt für den reibungslosen Ablauf der Geschehnisse zuständig und liefert eine wirkliche Operettenregie.

Ausgezeichnete Sänger
Die üppig-stimmige Choreografie stammt einmal mehr von Giorgio Madia. Im Unterschied zu St. Margarethen kommt Mörbisch heuer ganz ohne Pomp aus, reduziert sich völlig und bringt Operette pur.

Ausgezeichnet der junge, rumänische Tenor Tiberius Simu als Zarewitsch, ausgezeichnet auch Marko Kathol als Iwan. Hinreißend die österreichische Sopranistin Alexandra Reinprecht, die sich vokal, darstellerisch und auch in den Fechtszenen perfekt behauptet. Das übrige Ensemble - mit Serafin als kauzigem Großfürsten an der Spitze - fügt sich in das Gesamtkunstwerk Mörbisch ideal ein.

[mehr...]
 

Doch ein Happy End für "Zarewitsch" bei Seefestspielen

Es wirkt nichts überladen - im Mittelpunkt steht die Geschichte des stillen Zarewitsch und seiner temperamentvollen Sonja.

Das ungleiche Paar ist mit Tiberius Simu und Alexandra Reinprecht ideal besetzt. Der gebürtige Rumäne wirkt durch seinen Akzent besonders authentisch. Reinprecht verpasst ihrer russischen Sonja ab und an einen Wiener Einschlag. Die Show stiehlt den beiden zunächst aber der Hausherr selbst: Serafin in der Rolle des Großfürsten inszeniert sich selbst so, wie ihn die Menschen kennen: Charmant zu den Damen und für die Herren immer einen flotten Spruch auf der Lippe.

[mehr...]
 

Seefestspiele Mörbisch: Nasse Füße, trockene Augen

Etwas mehr (Selbst-)Ironie hätte der Operette nicht geschadet.
Wohltuend zurückhaltend hat Bühnenbildner Rolf Langenfass gearbeitet

Ideal besetzt waren Tiberius Simu als Zarewitsch und Alexandra Reinprecht als Sonja. Beide beeindrucken mit voller, schön timbrierter Stimme und sehr präsenter Darstellung.
Für Lacher und witzige Einlagen sorgen Marko Kathol als Diener Iwan sowie seine vernachlässigte Frau Mascha, Sieglinde Feldhofer.

[mehr...]
 

Wetterbedingt ein Fragment

...So wurde die Zarewitsch-Premiere zum Fragment, und das ist natürlich bedauerlich. Andererseits gab es keinen Grund, Mörbisch mit dem Gefühl zu verlassen, man sei nicht auf seine Rechnung gekommen.

Auch heuer eine tolle Welt für sich; ständig wurde optisch Reizvolles dahergekarrt, wurde herzhaft getanzt. Und auch die Darsteller der scheinbar kleinen Rollen reüssierten - also Diener Ivan (Marko Kathol) und seine Mascha (Sieglinde Feldhofer). Unvergesslich aber: nach Mitternacht auf dem dunklen Parkplatz im wadenhohen Wasser Orientierung suchen; zu hundert Prozent nass in Wien anzukommen.


[mehr...]
 

Sein letztes Wort war "wunderbar"

Die massentaugliche Simulation eines Ausnahmezustands. Gefüllt mit Operetten-Exotik, leistet die Kingsize-Bühne alljährlich beste Dienste als Identifikations-Landschaft.

Prickelnd alltagsfern, aber doch risikoarm: Das ist eine Mörbischer Operetten-Show allemal, ebenso wie nun dieses Gewitter-Stück.

[mehr...]
 
„Zarewitsch“ vom Gewitter verjagt

Zum Gesehenen: „Der Zarewitsch“ bietet, wie man weiß, einige sehr populäre Melodien, ist aber etwas zähflüssig. Die sehr brauchbare Bearbeitung des Regisseurs Peter Lund machte die ganze Sache jedoch echt kurzweilig. Der junge Rumäne Tiberius Simu, ein blendend aussehender, kraftvoll und sicher singender Zarewitsch mit der kongenialen Alexandra Reinprecht als Sonja.

Gut dosierter Humor von Marko Kathol als Leiblakai Iwan. Ein schön schmieriger Bösewicht: Friedrich W. Schwardtmann als Ministerpräsident mit Drohgebärde à la KGB. Und natürlich ein lustvoll aufspielender Harald Serafin als Großfürst. Immer dann, wenn es etwas dünn wurde, sprang eine fantasievolle Choreographie (Giorgio Madia) ein. Prachtvolle Bühnenbilder und Kostüme wie immer von Rolf Langenfass.

Ja, und dann hätte eigentlich Harald Serafin singen müssen: „Hast du dort droben vergessen auf mich?“ Noch in der Pause kam das Unwetter. Banges Warten, aber letztendlich, so Serafin: „Keine Chance. Wir hätten mit dem zweiten Teil frühestens um halb eins beginnen können.


[mehr...]
 
Turbulenter „Zarewitsch“

Vor der wetterbedingten Katastrophe freilich sah und hörte man Operette vom Feinsten. Franz Lehár hat diesem Reifewerk einen Reigen wunderschöner Melodien verpasst, deren slawischen Teil wir genießen durften

Peter Lund: Er brilliert mit eindrucksvollen Massenszenen und glaubhafter Dialogregie.

Die fünf Protagonisten sind durchwegs Idealbesetzungen. Der Rumäne Tiberius Simu bietet zwar nicht den berühmten Lehár-Schmelz, singt aber den asketischen Titelhelden mit wunderbarer Phrasierung und Diktion. Das Wolgalied mit dem Refrain „Hast du dort droben vergessen auf mich?“ bildet den Höhepunkt. Den zweiten liefert die grandiose Alexandra Reinprecht als Sonja: „Einer wird kommen“ ist nicht intensiver, nicht kostbarer vorzutragen. Marko Kathol verdient als wendiger, Pointen liefernder Leiblakai Iwan den Ehrentitel „Luxusbesetzung“. An seiner Seite gefällt die quirlige, kleine Soubrette Sieglinde Feldhofer als Mascha. Als Großfürst wirft Harald Serafin seine Persönlichkeit, seine gewinnende Ausstrahlung und seine Eloquenz in die Waagschale des Komödianten. Man wäre ihm gerne in Venedig wiederbegegnet.

[mehr...]
 

Es sei dennoch "wunderbaaar" gewesen,
sprach er, läutete trotz Gewitter ein großes Feuerwerk ein und verabschiedete das Publikum nach zwei lustigen und stellenweise rührenden Akten.

Das Publikum hätte gerne noch mehr dieser Einlagen und noch mehr vom Liebespaar gesehen. Und wahrscheinlich wäre es ihm auch lieber gewesen, der Geschichte wegen die eine oder andere Träne zu vergießen und nicht wegen der geplatzten Premiere. Einzig ein Gutes hatte das abrupte Ende: Sonja und ihr Zarewitsch wurden nicht getrennt. Die beiden bestiegen das Schiff für ihre Flucht nach Neapel, blickten noch einmal zurück und begaben sich auf eine Reise der wahren Liebe - auf stürmischer See.

[mehr...]
 
Liebesschmerz, traumhafte Kostüme und ein opulentes Bühnenbild

Donnerstagabend feierte „Mr. Wunderbar“ Harald Serafin (mit 78 Jahren sehr rüstig und nicht rostig!) bereits zum 19. Mal eine Premiere bei „seinen“ Seefestspielen Mörbisch (Bgld.). Von der Lehár-Operette „Der Zarewitsch“ begeistert: Umweltminister Niki Berlakovich, Staatssekretär Josef Ostermayer und mehr. Toll!


[mehr...]
 
Viele Lacher

erhielt auch Marko Kathol als Diener Iwan. Als eifersüchtiges und schnell eingeschnapptes "Waschweib" bringt sich Kathol äußerst gekonnt in das Stück ein. Ähnlich wie sein Herr findet auch Iwan kein besonders großes Interesse am weiblichen Geschlecht - obwohl er verheiratet ist. Doch seine dominante Ehefrau Mascha - dargestellt von Sieglinde Feldhofer - lässt ihm das nicht durchgehen, sucht ihn auf und kämpft in einem herrlich erheiternden Ehestreit um ihr Recht auf den Vollzug der Ehe.

Tänze
Sowohl die beiden als auch Dutzende Tänzer und Akrobaten schmeißen ihre Beine in die Luft und unterhalten das Publikum mit ihren Einlagen. Von russischer Folklore inspirierte Tänze laden zwar zum Mitklatschen ein, die Gäste sind zu Beginn allerdings noch etwas schüchtern, um sich derart in das Stück einzubringen. Besonders nennenswert: Der Tanz der Babuschkas zu Ehren des Zarewitsch. In trippelnden aber flotten Schritten wird entzückend zu den Klängen des Orchesters unter der Musikalischen Leitung von Wolfdieter Maurer getanzt und damit ein Hauch Russland ins Burgenland geholt.

[mehr...]
 

Großartige Premiere am 15.7. bei den Seefestspielen in Mörbisch

Großartige Premiere am 15.7. bei den Seefestspielen in Mörbisch. Und dieses Operettenspektakel auf der grandiosen Bühne direkt am Neusiedler See ist untrennbar mit Harald Serafin verbunden. Und so war es auch nicht verwunderlich, dass der Impressario als Großfürst selbst in einer Hauptrolle auf die Bühne kam. Und man merkte ihm den Spaß an. Den Spaß an der Rolle. Vor allem aber den Spaß, dass es ihm wieder einmal gelungen war, wie alle Jahre eine so großartige Inszenierung auf die Beine zu stellen.

Populäre Oper


Abbruch vor zweiter Hälfte
Vor der zweiten Hälfte musste ob der aufziehenden Gewitterfront abgebrochen werden. Die Stimmung blieb ungetrübt gut. Es applaudierten vor der Flucht unter den überdachten Bereich: die Minister Alois Stöger, Niki Berlakovich, die Staatssekretäre Josef Ostermayer, Christine Marek, LH Hans Niessl, Bürgermeister Michael Häupl, ORF-GI Alexander Wrabetz, Christine Reiler, Peter Weck, Magna-Boss Sigi Wolf, ORF-Mann Edi Finger, Sandra Pires und Birgit Sarata.

[mehr...]
 
Feucht fröhliche Seefestspiel- Premiere in Mörbisch

Zahlreiche Promis und Kulturliebhaber wurden am Donnerstag bei der Seefestspiel-Premiere in Mörbisch nicht nur vom Stück "Zarewitsch sondern auch von einem Gewitter überrascht

Harald Serafin in Hochform
Diesen flotten Spruch bewies Serafin auch bei seiner mittlerweile beinahe gefürchteten Ansprache vor Beginn der Vorstellung. Die angereisten Landes- und Bundespolitiker sowie die zahlreiche Prominenz blieb dieses Mal aber größtenteils verschont. Abgesehen hatte es der Intendant diesmal nur auf einen: Ioan Holender. "Du bist ja braun gebrannt - wie ein richtiger Tennislehrer eben", meinte Serafin zum Ex- Staatsopernchef und setzte dann noch nach: Er selbst hätte zwar nie eine Einladung vom ehemaligen Staatsoperndirektor bekommen, aber umgekehrt gab's für Holender trotzdem zwei Freikarten für die Premiere. Das Publikum dankte mit Applaus und Gelächter.

[mehr...]