Russland und Italien auf der Seebühne
in Mörbisch –
„Der Zarewitsch“ 2010
Am Montag, dem 22. März 2010
präsentierten die Seefestspiele Mörbisch, Intendant
Harald Serafin, sowie Präsident Helmut Bieler
(Kulturlandesrat) und Vizepräsident Franz Steindl
(Landeshauptmann-Stellvertreter) das Programm im
kommenden Sommer.
Nach der äußerst erfolgreichen Saison
2009 mit dem Musical „My Fair Lady“ kehren die
Seefestspiele Mörbisch in diesem Jahr wieder zur
traditionellen Operette zurück. Zum ersten Mal in
der 53jährigen Geschichte der Festspiele wird Franz
Lehárs „Der Zarewitsch“ auf der Seebühne gezeigt.
Voller Stolz stellte Harald Serafin
am Podium die beiden Hauptdarsteller Alexandra
Reinprecht als Sonja und Tiberius Simu als
Zarewitsch vor. Schon vor Jahren wollte er die
Staatsopern-Sängerin für eine Produktion in Mörbisch
verpflichten, doch bisher ließ es sich mit Ihren
zahlreichen Engagements nicht vereinbaren. Umso
glücklicher zeigt sich Harald Serafin, dass es nun
geklappt hat. Mit ihrem Partner dem Tenor Tiberius
Simu hat sie sogar schon gemeinsame Bühnenerfahrung
– die beiden waren in der „Zauberflöte“ an der
Wiener Staatsoper zu sehen. Simu, der aus Rumänien
stammt, freut sich schon auf sein Debüt ins Mörbisch
und gab bei einem Interview schon die erste
Kostprobe des berühmten „Wolgaliedes“ zum Besten.
In weiteren Rollen sind noch Freddy
Schwardtmann, Christian Futterknecht, Marko Kathol,
Sieglinde Feldhofer und der Kabarettist Ciro de Luca
zu sehen.
Als Regisseur verpflichtete Harald
Serafin Peter Lund, der ihn bereits vor 2 Jahren mit
einer Inszenierung von „My Fair Lady“ im Berliner
Admiralspalast begeisterte. Im Gespräch mit der APA
erklärt der erfahrene Operetten-Spezialist: „Ich
habe das Stück, das eigentlich für wenige Personen
konzipiert ist, groß gemacht. Es wird ein großes
Feldlager geben, den Kreml und ein Bernsteinzimmer.
Wir werden die russische Pracht in der Weite zeigen.
Und ich habe das Stück ernst genommen, wenn man das
tut, ist es nicht kitschig, sondern sehr traurig.“
Für die Pressekonferenz wurde sogar
eigens ein Teil des Bernsteinzimmers nach Wien
gebracht. Hergestellt wurde dieses bei der Grazer
Firma art+event, die sich in diesem Jahr für das
gesamte Bühnenbild verantwortlich zeichnet.
Einen würdigen Nachfolger für den
langjährigen Operetten-Dirigenten Rudolf Bibl fand
man in Wolfdieter Maurer. Sein erstes Engagement
hatte er als Kapellmeister und Dirigent bei den
Wiener Sängerknaben. In den nachfolgenden Jahren war
er unter anderem als Dirigent am Stadttheater
Klagenfurt, am Staatstheater am Gärtnerplatz in
München, und sogar als Chefdirigent der Slowakischen
Staatsoper Bratislava engagiert.
Im Sommer 2010 erklingen jedoch nicht
nur Operettenmelodien auf der Seebühne. Am 20. Juli
2010 präsentieren sich „Schlagergiganten“
wie Hansi Hinterseer, Brunner und Brunner, das
Nockalm Quintett und viele mehr in Mörbisch. Am Tag
darauf, dem 21. Juli, folgt dann „una
festa italiana“ mit Stars wie Umberto Tozzi und
Ricchi e Poveri. Um den Besuchern noch mehr „Dolce
Vita“ zu vermitteln, wird an diesem Abend sogar das
kulinarische Angebot thematisch angepasst.
Die anwesenden Politiker,
Kulturlandesrat Helmut Bieler und
Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Steindl,
zeigten sich bei der Pressekonferenz mit der
wirtschaftlichen Entwicklung des kulturellen
Angebots des Burgenlandes sehr zufrieden, vor allem
da die Seefestspiele Mörbisch ein großen Anteil dazu
beitragen.
Seit einigen Wochen ist es durch
einen direkten Anschluss zu Ö-Ticket bei den
Seefestspielen Mörbisch möglich für sämtliche andere
Kulturveranstaltungen in Österreich Karten zu
erwerben. Das erleichtert ebenso die
Zusammenstellung von Packages für
kulturinteressierte Burgenland-Besucher, da alle
Tickets dafür aus einer Hand verkauft werden können.