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art + event |
Theaterservice Graz
Bühnenbild- und
Kostümproduzent der
Seefestspiele
Mörbisch 2010
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Bühnenbild:
Die Seefestspiele Mörbisch
präsentieren im Sommer 2010
zum ersten Mal in ihrer
Geschichte die Operette „Der
Zarewitsch“ von Franz Lehár.
Eine weitere „Premiere“ in
diesem Zusammenhang ist die
Auftragsvergabe an „art +
event | Theaterservice Graz“
als Generalunternehmer für
die Produktion des
großartigen Bühnenbildes,
entworfen von Rolf
Langenfass.
Das Unternehmen art + event
| Theaterservice Graz setzt
sich aus 4 Standbeinen
zusammen:
Dekorationswerkstatt,
Kostümwerkstatt,
Ticketvertrieb und
Eventservice.
Vor allem das spezielle
Wissen um die Kunst der
Bühnenbild- und
Kostümproduktion wird
bereits seit über 100 Jahren
gehütet. Die ersten Schritte
gingen einher mit der
Errichtung des Grazer
Schauspielhauses 1825 und
der Grazer Oper 1899 und der
damaligen Exklusivproduktion
für diese bedeutenden
österreichischen Theater.
Heute zählen zahlreiche,
national und international
renommierte Theater und
Festivals zu den zufriedenen
Kunden.
Die Produktion des
Bühnenbildes für die heurige
Spielsaison auf der
Mörbischer Seebühne ist ein
ganz besonderer Großauftrag:
die rund 3.500 Quadratmeter
große Bühne "verwandelt"
sich für Franz Lehars
"Zarewitsch" vom 15. Juli
bis 29. August in Russland
und Venedig.
Nach knapp drei Monaten
Herstellungszeit warten auf
die Festspielbesucher
Kulissen wie das
Bernsteinzimmer, der Kreml
und der Markusplatz. 60 bis
70 Arbeiter waren mit dem
Großauftrag in der 5.626 qm
großen Dekorationswerkstatt
in Graz-Messendorf
beschäftigt. |
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Die
Dekorationswerkstatt
setzt sich zusammen
aus den Abteilungen
Schlosserei,
Tischlerei,
Bildhauerei,
Malersaal,
Tapezierer, Zimmerer
und dem Planungsbüro
und in allen
Bereichen läuft seit
Mitte März
Hochbetrieb für
Mörbisch.
"Seit Anfang April
bauen wir in
Mörbisch die
Stahlgerüste auf.
Mit dem Transport
der größeren Teile
wurde Ende April
begonnen", so der
Produktionsassistent
DI Herwig Marx.
Umfangreiche
Gerüstbauten sind in
Mörbisch vor allem
auch aufgrund der
hohen Windstärken
notwendig.
Eine weitere
Herausforderung ist,
dass die rund 85
Meter breite Bühne
von allen Seiten
einsehbar ist: "Dort
gibt es nicht wie im
Theater Seiten- oder
Drehbühnen", so
Marx. Gelöst wurde
das „Problem“ von
Bühnenbildner Rolf
Langenfass unter
anderem durch einen
großen "Sandhügel"
im Bühnenbild, unter
welchem etwa
Requisiten versteckt
werden können.
Das wandelbare
Bühnenbild
beinhaltet außerdem
noch den 27 Meter
langen
Bernsteinzimmer-Wagen,
ein Schiff mit 17
Metern Höhe, ein
Beduinenzelt,
Kulissen für Venedig
bei Nacht, u.v.m.
Eine riesige
drehbare
Zarewitsch-Statue
kann zum Leuchtturm
umfunktioniert
werden, und im
Hintergrund der
Bühne taucht immer
wieder der Kreml
auf.
Ein besonderes
Highlight des
Bühnenbildes ist
bestimmt das
Bernsteinzimmer: Es
wurde mit
künstlichem
Bernstein aus Wachs
und Harz in einem
sehr aufwendigen
Prozess produziert.
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Kostümbild:
Begonnen hat die
„Erfolgsgeschichte Mörbisch“
für art + event bereits im
Vorjahr - 2009 durfte die
Kostümwerkstatt von art +
events bereits die
Solistenkostüme produzieren,
und aufgrund der positiven
Erfahrung mit den Grazern
und natürlich auch durch die
Erfüllung der erwarteten
wirtschaftlichen Faktoren
kam heuer erstmals der
Zuschlag für das Bühnenbild.
Apropos Kostüme: die
Kostümwerkstatt von art +
event erhielt auch wieder
den Zuschlag für die
Produktion der gesamten
Solistenkostüme.
Seit Mitte Mai arbeitet die
gesamte Kostümwerkstatt mit
14 SchneiderInnen, zwei
Modistinnen, zwei
Kunsthanderkerinnen dem
Schuster und dem hauseigenen
Stofflager auf Hochtouren,
um sämtliche Kostüme bis 6.
Juli in Mörbisch
anzuliefern.
Noch im Mai selbst finden
bereits die ersten Anproben
mit den Solisten in Wien
statt, und später mit
Probenbeginn in Mörbisch ist
auch das Kostümteam von art
+ event in Mörbisch vor
Das Kostümbild, wie auch die
Bühne von Rolf Langenfass
entworfen, ist sehr
umfangreich und opulent und
besticht etwa durch
prächtige russische
Uniformen und edle Roben für
eine venezianische
Ballgesellschaft. Besonderer
Recherchearbeit bedarf es
etwa im Zusammenhang mit den
unterschiedlichsten
historischen, russischen
Orden, Degenhaltern,
Fangschnüren und Epauletten.
Ein absolutes Highlight ist
bestimmt der Krönungsmantel
des Zaren. Hierfür werden
zahlreiche Meter Samt mit
umfangreichen
Brokatstickereien und
künstlichem Hermelinpelz zu
einem gigantischen Cape mit
einer 3 Meter langen
Schleppe verarbeitet.
Die besonderen
Herausforderungen für die
Kostüme auf der Seebühne
Mörbisch sind spezielle,
notwendige
Verarbeitungstechniken. „Wir
müssen ausschließlich mit
wetterfesten Materialien
arbeiten oder entsprechende
Imprägnierungen vornehmen,
da die Stoffe bei Nässe
keinesfalls eingehen dürfen.
Auch Hüte und andere
Kopfbedeckungen dürfen nicht
zu filigran verarbeitet sein
und müssen etwa mit
Bleibändern verstärkt
werden, um den zu
erwartenden Windstärken
standzuhalten. Und auch das
Schuhwerk der einzelnen
Darsteller muss speziell
verarbeitet werden, um
rutsch- und wetterfest zu
sein.“, so die Leiterin der
Kostümwerkstatt Prof. Mag.
Claudia Goll.
Ab 15. Juli gibt es all das
in einer einzigartigen
Inszenierung von „Der
Zarewitsch“ bei den
Seefestspielen Mörbisch zu
sehen. |
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