ONLINE PRESSESPIEGEL ZUR PREMIERE "MY FAIR LADY"
Spritzige Inszenierung
Sympathisch und spritzig inszeniert Regisseur Helmuth Lohner "My Fair Lady" auf der Bühne der Seefestspiele. Das Zusammenspiel des gesamten Ensembles wirkt stimmig, elegant und schwungvoll die Choreographie. Nadine Zeintl als Eliza Doolittle bezaubert mit ihrem Spiel und Gesang nicht nur den Sprachforscher Henry Higgins auf der Bühne, sondern auch die Menschen im Publikum. Michael Maertens tobt als Henry Higgins fulminant über die Bühne und mimt den am Ende etwas gefühlsverwirrten Wissenschaftler komisch und anrührend zugleich. [mehr...]

Mit Frederick Loewes "My Fair Lady" feiern die Seefestspiele Mörbisch einen der größten Triumphe der letzten Jahre.
Von Erfolg ist Harald Serafin ja längst verwöhnt. Doch dass sich ausgerechnet das größte Risiko so bezahlt machen würde, dass "My Fair Lady" derart gut gelingen würde, damit hat wohl nicht einmal der ewige Optimist Serafin gerechnet. Denn - um es auf den Punkt zu bringen - mit Frederick Loewes Musical "My Fair Lady" (noch bis 23. August) haben sich die Seefestspiele selbst übertroffen.
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Ohrwürmer, opulentes Bühnenbild und Ottakringer Dialekt:
Die Operettenfestspiele von Harald Serafin in Mörbisch widmen sich heuer erstmals einem klassischen Musical. Nach der Premiere am Donnerstag war klar: Mit Frederick Loewes "My Fair Lady" gibt es heuer bis 23. August das richtige Stück am richtigen Ort. Regisseur Helmuth Lohner ließ vor einer breit angelegten Londoner Kulisse zum Gaudium des Publikums Burgschauspieler Michael Maertens als arroganten Professor Higgins und Nadine Zeintl als Blumenmädchen Eliza Doolittle mit breitestem Wiener Dialekt kollidieren - und dabei unterhaltsame Funken von Phonetik und Frühlingsgefühlen schlagen. [mehr...]
Umjubelte Premiere in Mörbisch:
Das „Mekka der Operette“ glänzt heuer mit dem Musicalklassiker „My Fair Lady“. Neben Leonard Bernsteins „Westside Story“ ist „My Fair Lady“ des gebürtigen Wieners Frederick Loewe das klassische Musical schlechthin. Die Geschichte des Blumenmädchens Eliza, das vom Phonetik-Genie Prof. Higgins durch das In- strument Sprache zur Lady geformt wird, bietet gescheite Dialoge, einen Reichtum musikalischer Einfälle und dankbare Rollen. Ein Traumpaar und Traumensemble
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Londoner Sightseeing in Mörbisch“, schreibt Festivalintendant Harald Serafin im Programmheft. Ja, Rolf Langenfass hat kaum ein bekanntes Gebäude der Themse-Metropole ausgelassen in der aufwendigen Dekoration für Lerner/Loewes Musicalklassiker „My Fair Lady“. Im Schatten von Tower Bridge rotieren die Szenerien für den Living Room des Phonetikprofessors Henry Higgins, für Ascot und den Diplomatenball auf der Drehbühne. Das schaut toll aus, kann aber die Crux dieser Aufführung nicht beseitigen.
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Innovatives ziert diesmal auch das Antlitz der burgenländischen Bühne: statt branchenüblicher Operette wird mit "My Fair Lady" ein Musical kredenzt. Ein Ärgernis nur für Puristen, mäandert die Bearbeitung von George Bernard Shaws "Pygmalion" doch zwischen den Genres. Problematischer indes die Raumbewirtschaftung: Von wenigen Szenen abgesehen, ist das Musical des Ohrwurm-Züchters Frederick Loewe ein Kammerstück – für 3600 Bühnen-Quadratmeter eine Quantité négligeable.
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Garantierte Lacher geschickt gestreut
„Also, dieses Mädel!“, schwärmte der Herr Intendant bei der Premierenfeier, „erst 23 Jahre alt, aber was die alles kann! Man sagt ja oft, dass ich übertreibe. Aber hier übertreibe ich bestimmt nicht, wenn ich sage: A star is born!“ Das Lob galt der „Lady“-Darstellerin Nadine Zeintl, geboren in Steyr, ausgebildet am Brucknerkonservatorium in Linz und in Wien, wo sie erst im Vorjahr ihr Diplom erhielt. Die Blondine meisterte die gar nicht einfache Rolle der Eliza Doolittle mit Bravour und brauchte sich hinter Professor Higgins, dem Burgschauspieler Michael Maertens, nicht zu verstecken.
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Es ist natürlich widersinnig, gerade in Mörbisch My Fair Lady aufzuführen. Denn das Musical rund um eine alte Männerfantasie - die Erschaffung einer Lady, die devot die Pantoffel apportiert - spielt vor allem im Salon des Herrn Professor Higgins. Und über weite Strecken sind nicht mehr als drei, vier Personen vonnöten. Dieser unlösbare Konflikt zwischen Kammerspiel und monströser Cinemascope-Bühne ist denn auch das größte bzw. einzige Manko der diesjährigen Seefestspiele: 
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Vor der Premiere in Mörbisch von „My Fair Lady“ herrschte das große Zittern. Doch Intendant Serafin bescherte einen wunderbaren Abend.  [mehr...]