Premiere 2009 – „My Fair Lady“

London liegt nicht an der Themse, sondern am Neusiedler See, das hat Intendant Harald Serafin bei der Premiere des Welthits „My Fair Lady“ den Premierengästen erfolgreich eingeredet.

Seine Entscheidung, diesen Sommer das Musical schlechthin auf der Seebühne zu spielen, war goldrichtig.

Serafin hat mit „My Fair Lady“ wieder den Publikumsgesch
mack bestens getroffen, die 6.200 Premierengäste lachten herzlich, applaudierten unermüdlich und riefen Bravo!

Intendant Harald Serafin begrüßte im Mekka der Operette viel Prominenz – allen voran Bundespräsident Heinz Fischer mit seiner First Lady Margit Fischer. Vor 10 Jahren hat der Bundespräsident einmal die Seefestspiele Mörbisch besucht und der gute Ruf der Seefestspiele Mörbisch hat ihn nun erstmals in seiner Funktion als Bundespräsident an den Neusiedler See gelockt. Der erste Mann im Staat hat die Reise von Wien nach Mörbisch nicht bereut. Bundespräsident Heinz Fischer war sehr angetan von Sängern, Schauspielern, bombastischen Bühnenbild und natürlich von den zauberhaften Melodien aus „My Fair Lady“.

Ein Hochgenuss war wieder, die von den Premierengästen mit Spannung erwartete Begrüßungsrede Harald Serafins. Diese drohte kurz zu scheitern, die unzähligen Fotografen und Kamerateams verdeckten dem Mörbisch-Chef den Blick auf die Zuschauerreichen. Doch wer Harald Serafin kennt, der weiß, dass das kein wirkliches Hindernis ist und so meinte der bestens gelaunte Intendant: “Macht’s a bisserl Platz, oder wollt’s alle meine Falten aufnehmen?“

Besonderen Gefallen fand Intendant Harald Serafin an den Brillen von Justizministerin Claudia Bandion-Ortner, ihre Brillen seien nicht nur hübsch, sondern würden auch zu ihrem hübschen Gesichtchen passen.
 
Und dann kommentierte Serafin den steilen Aufstieg von Nikolaus Berlakovich, schließlich habe er sich jobmäßig ja um einiges verbessert, dass ein burgenländischer Landesrat Landwirtschaftsminister wird, ist schon was.

Und damit schließt sich der Reigen, die Vertreter der burgenländischen Landesregierung mit Landeshauptmann Hans Niessl, Landeshauptmannstellvertreter Franz Steindl und Seefestspiele Mörbisch Präsident Landesrat Helmut Bieler bekamen wieder die gesamte Serafin’sche Ladung an freundlichen Bösartigkeiten ab.
Mit dabei bei der Premiere in Mörbisch natürlich eingefleischte Serafin und Mörbisch Fans wie Franz und Christine Vranitzky, Peter Weck, Peter Kraus, Lotte Tobisch, Brigitte Neumeister, Susanne Michel, Felix Dvorak, Arik Brauer, Karl Schranz,
Christian Kolonovits mit Ehefrau der Designerin Brigitte Just, die Dancing Stars Juroren Thomas Schäfer-Ellmayer, Hannes Nedbal und Waltraud Haas
und Erwin Strahl, Peter Kraus, Gery Keszler, Operettendiva Birgit Sarata, ORF Generaldirektor Alexander Wrabetz mit seiner Ehefrau, der Ärztin Petra Wrabetz, Opernfestspiele St. Margarethen Intendant Wolfgang Werner und viele mehr. Die Premierengäste erlebten eine schwungvolle „My Fair Lady“ und alle samt waren begeistert von Nadine Zeintl. Die blutjunge Sängerin gibt eine bezaubernde Eliza Doolittle. Die Oberösterreicherin switcht problemlos zwischen Ottakringer Dialekt und Hochdeutsch.
 Ihr zur Seite steht ein grandioser Michael Maertens als Henry Higgins. Dass Serafin den Burgschauspieler für Mörbisch ködern konnte ist eine wahre Sensation und am Premierenabend entpuppte sich dieser Coup als  Glücksgriff. Harald Serafins bekannte Hartnäckigkeit hat zum Engagement von Michael Maertens geführt: „Es war schwierig, an ihn ranzukommen, aber jetzt hab ich ihn!“

Harald Serafin
läuft als Oberst Pickering wieder zur Höchstform auf. Der Charmeur  tänzelt über die Bühne wie ein junge Liebhaber: „Ich bin immer auf der Seite von Eliza und verlieb mich auch ein bisserl in die junge Frau. Dass sich ein Mensch so malträtieren lässt wie dieses Blumenmädchen, das ist ja schon unglaublich. Sie braucht einfach jemanden, der zu ihr steht. Und zu meinen beiden Elizas – Nadine Zeintl und Katrin Fuchs – steht ich auch sehr gern, die beiden sind einfach so entzückende Mädls, einfach zum Abbusseln die zwei!

Regisseur Helmuth Lohner hat „My Fair Lady“ unverkennbar seine Handschrift hinterlassen: „Ich bin halt ein bisserl pingelig. Ich weiß schon, ich hab die Schauspieler wochenlang in den Proben getriezt, bis sie so gespielt, gesunden und gesprochen haben, wie ich es mir vorgestellt hab. Aber jetzt bin ich glücklich und froh, dass wir so eine schöne „My Fair Lady“ am Neusiedler See geschafft haben – sie ist einfach wunderscheeen!“
Dass dieses Jahr in Mörbisch besonders viele Stars auf der Bühne stehen, begeisterte das Publikum. Helmuth Lohner als Alfred P. Doolittle, Gaby Jacoby als Mrs. Higgins, Isabel Weicken als Mrs. Pearce und Daniel Serafin als Freddys Eynsford-Hill sind aber auch eine wahrer Genuss.

Das London, das Rolf Langenfass an den Neusiedler See gezaubert hat und die wunderschönen Kostüme begeisterte das Publikum ebenso wie die Musik, für die dieses Jahr Musicalspezialist Caspar Richter, der Musikdirektor der Vereinigten Bühnen Wien, verantwortlich ist. Dazu kommen hinreißende, temperamentvolle Tanzeinlagen von Choreograph Giogio Madia.
London liegt am Neusiedler See und nicht an der Themse – diese Behauptung funktioniert. Hut ab vor dieser „My Fair Lady“!
 
PREMIERENRADIO mit der Eröffnungsrede von Harald Serafin