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Vor vielen,
vielen Jahren – als Rudolf Buczolich
noch Intendant der Seefestspiele Mörbisch
war – hat Karl Absenger das Festival am
Neusiedler See einmal besucht. Als er
vergangenen Sommer in Hinblick auf seine
Regietätigkeit dem Operettenfestival wieder
einen Besuch abgestattet hat, war er völlig
erschlagen: „Es ist gewaltig, was hier
Harald Serafin geleistet und hingestellt
hat. Hier inszenieren zu dürfen, das ist wie
der österreichische Ritterschlag im
Metier Operette!“
Karl Absenger
ist es gewohnt, auf großen Bühnen und auch
Open Air zu inszenieren. Der Regisseur hat
nämlich überaus erfolgreich auf der
Naturbühne der ältesten
Freilicht-Festspiele Deutschlands, den
Luisenburg Festspielen Wunsiedl,
inszeniert. 2004 gab er dort mit „Anatevka“
sein Regiedebüt – das Stück war ein
Publikumserfolg.
Zwei Jahre später folgte die
Erfolgsproduktion „Kiss me, Kate“ und
zwar mit Rainhard Fendrich als Petrucchio.
Und somit schließt sich der Kreis und Karl
Absenger ist in Mörbisch gelandet.
Harald Serafin
und Karl Absenger kennen einander
seit vielen Jahren, nun war die Zeit
reif für die erste Zusammenarbeit: „Das
Weiße Rössl besticht durch eine
unvergleichliche Kombination aus
alpenländischer Lebensart,
Wienerischer Sentimentalität und
Berliner Schwank und Karl
Absenger ist ein Kenner dieses
heiteren Musikgenres, also hab ich
ihn vom Fleck weg engagiert!“
Die
erfolgreiche Zusammenarbeit von Absenger und dem diesjährigen
Hauptdarsteller Rainhard Fendrich
2006 in Wunsiedl hat Intendant
Harald Serafin seine Entscheidung
zusätzlich erleichtert.
Karl Absenger schwärmt in höchsten
Tönen von Rainhard Fendrich,
„der Sänger und Schauspieler hat ein
enormes stimmliches und
schauspielerisches Potential, der
Austropoper wird als Oberkellner
Leopold die Herzen des Publikums
erobern.
Ja und Zabine
Kapfinger ist für mich die
perfekte Rössl-Wirtin dazu. Sie
ist so ein bezaubernd natürliches
Wesen, man muss sie einfach gern
haben.“ |
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Der Regisseur
möchte Menschen auf der Bühne haben, die die
große Bandbreite zwischen lachen und weinen
dem Publikum vermitteln können. Das Publikum
kennt das Weiße Rössl, es hat bestimmte
Vorstellungen, wie das Stück ablaufen soll
und will aber trotzdem Neues sehen und das
macht die leichte Operette zum schwierigsten
Metier überhaupt. Daher ist für Karl
Absenger die Regie ein Drittel Phantasie
und zwei Drittel Psychologie.
Das
Bühnenbild von Rolf Langenfass ist fix und
fertig. Karl Absenger würde am liebsten
bereits mit den Proben beginnen, die Ideen
sprudeln. Das Publikum soll in eine
Zauberwelt eintauchen. Der Auftakt ist
ruhig, ländliche Idylle regiert auf der
Bühne, diese wird von den ankommenden
Touristen gestört und mit Bauernschläue
erkennen Rössl-Wirtin, Oberkellner Leopold &
Co „Das ist der Zauber der Saison, da bringt
die Landschaft Zinsen“.

Karl Absenger
wünscht sich von Choreograph Giorgio
Madia jede Menge revuehafter,
rauschender Ballettseinlagen. Die
Liebesszenen inszeniert der Regisseur als
leichtes Kammerspiel mit vielen Details:
„Schön wäre, wenn das Publikum ein zweites
Mal reingeht, weil es noch nicht alles
gesehen hat.“
Der Regisseur
möchte die riesige Seebühne für eine
große Show nützen, erstmals wird es auch
Badende im See geben und zwar
zwischen Bühne und Zuschauertribüne wird im
Wasser geplantscht werden. Diese Idee habe
zwar bei Intendant Harald Serafin und seinem
Team großes Staunen verursacht, allerdings
habe er das sonst so am Theater übliche „DAS
GEHT NICHT!“ – nicht vernommen, freut sich
Karl Absenger.
Seit einem
halben Jahr laufen die intensiven
Vorbereitungen für Ralph Benatzkys „Im
Weißen Rössl“ auf der Seebühne Mörbisch.
Die Kostüme werden bereits geschneidert,
denn an sie werden hohe Ansprüche gestellt –
binnen Sekunden und mit wenigen Handgriffen
muss sich ein Revuekostüm in ein ländliches
Kostüm und ein Hotelpersonalkostüm und ein
Touristenkostüm verwandeln lassen. Es wird
also viel zu sehen geben diesen Sommer in
Mörbisch.
Bungee Jumper,
ein großer Dampfer, Tretboote, ein Reisebus,
ein Sportwagen und im Kirchturm werden
Tauben sitzen – es wird ein Spektakel auf
der Bühne werden, bei dem die Musik aber
keineswegs zu kurz kommen wird. Die
unvergesslichen Melodien, wie „Es muss
was Wunderbares sein, von dir geliebt zu
werden“, „Mein Liebeslied muss ein
Walzer sein“, „Die ganze Welt ist
himmelblau“, „Zuschau’n kann i ned“
werden das Publikum ins Weiße Rössl
entführen!
Karl Absenger
freut sich auf seinen Sommer in Mörbisch:
“Ich lieg nachts wach und dann kommen 36
Leute von links und 38 von rechts – in
wenigen Wochen kann ich all diese Ideen auf
der Bühne in Mörbisch am Neusiedler See
verwirklichen. Es ist ein großes
Glücksgefühl für mich, „Im Weißen Rössl“
bei den Seefestspielen Mörbisch 2008 Regie
zu führen. Ich nehme die große
Herausforderung gerne an!“
www.absenger.de
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