Seefestspiele Mörbisch starten beschwingt ins Jubiläumsjahr 2007

Auch wenn es die Mörbischer Winzer waren, die zu ihrer traditionellen Opernballweinpräsentation ins Studio 44 in Wien luden, war der Abend im Haus der Österreichischen Lotterien dann doch ganz als Auftaktveranstaltung zum Jubiläum „50 Jahre Seefestspiele Mörbisch“ zu verstehen.

 

Intendant Harald Serafin, der Obmann der Mörbischer Winzer Fritz Sommer und der Mörbischer Bürgermeister Peter Vargyas freuten sich, dass die aktuelle Weinkollektion („Mörbischer Opernballwein", "Mörbischer Premiere", „Falstaff“, "Ochs auf Lerchenau" und "Seravino") bestens gelungen ist.

Die Weine sind absolut würdig, dass mit ihnen auf das Jubiläum des Operettenfestivals angestoßen wird.


Mit Mörbischer Wein freudig beschwingt servierte Harald Serafin den Gästen eine launige Ansprache, an der der Intendant selbst merklich viel Freude hatte, schließlich feiert doch auch er dieses Jahr ein Jubiläum:

15 Jahre Intendanz Serafin

"Seit 15 Jahren versuche ich das Festival mit meinem Team in alle nur erdenklichen Höhen zu schleudern und es ist uns auch gelungen, wir sind heute weltfederführend, was die Operette betrifft.

Die Menschen wissen es zu schätzen, dass in Mörbisch klassische Operette gepflegt wird.

50 Jahre Seefestspiele Mörbisch


50 Jahre Seefestspiele Mörbisch ist ein tolles Ereignis. Als der Alsen 1955 nach Mörbisch kam, hat er nur eine sumpfige Insel hier gesehen und das muss man diesem Mann lassen, aus diesem Fleckerl Erde hat er so viel herausgeholt wie er nur konnte.

Wir hatten es schon etwas leichter, da schon etwas da war, ich konnte das nur noch wegreißen um etwas Größeres machen, da gibt es noch immer Geld. Aber wenn einer sagt, da sind so ein paar Blümerl, die müssen wir wegtun und da bauen wir etwas auf, dann ist das eine ganz große Leistung und jedes Mal denk ich an den Alsen, was für Überredungskunst und was für Kraft der hier aufgewendet hat mit seiner Familie um aus diesem doch damaligen Gelsen- und Sumpfland ein Festival seiner Art zu machen und das ist ihm gelungen und darum habe ich große Hochachtung vor Kammersänger Direktor Herbert Alsen.

Ja und seit 15 Jahren habe ich das Glück, Mörbisch voranzutreiben, mit Dietmar Posteiner als rechter und linker Hand, mit Karina Matkovits und all meinen lieben Damen, die mich hier wahnsinnig unterstützen – alleine kann man gar nichts machen und glücklicherweise ging auch die Politik auf meine Ideen ein.

Ich denke an den lieben Landeshauptmann Karl Stix, der mir damals die Tür öffnete und ich sagte, ich brauch nur 15 Minuten – dabei hatte ich ein Riesenmodell mit, das ich auf dem riesigen Sitzungstisch im Büro des Landeshauptmannes aufgebaut habe.

Stix hielt sich den Kopf und meinte nur, „typisch Serafin, gibst ihm den kleinen Finger, nimmt er die ganze Hand“, und ich hab zum Landeshauptmann gesagt, „schaun sie da, da ist ihr Platz – stellen sie sich das vor, wir bauen daraus ein Ding mit 5.000 Zuschauerplätzen und das wird großartig“, ja und der Stix war dann begeistert.

Und darauf kommt es an, die Menschen zu begeistern und das ist uns gelungen. Bis zu 220.000 Menschen klappern Sommer für Sommer zu uns und freuen sich, dass es so etwas wie die Seefestspiele Mörbisch überhaupt gibt und sie bleiben uns treu und lieben uns – so wie ich mein Publikum liebe!“

Der übliche musikalische Ausblick auf die Sommerproduktion „Wiener Blut“ von Johann Strauß entfiel dieses Mal, die Sänger waren leider verhindert, doch Harald Serafin hat in letzter Sekunde doch noch einen musikalischen Leckerbissen aus dem Hut gezaubert:

Daniel Serafin und die junge Russin Liza Korolewa
sprangen ein. Erst kürzlich haben die beiden gemeinsam einen Liederabend gestaltet und daraus gab es eine Kostprobe: das Liebesduett von Silvio und Nedda aus dem zweiten Akt der Oper Bajazzo von Ruggiero Leoncavallo.

Doch bevor nun die Gerüchteküche zu brodeln beginnt – die Seefestspiele Mörbisch machen keinen Schwenk von der Operette zur Oper, sie bleiben ihrem Genre treu und die beiden jungen Sänger wollten einfach erst mit der Zugabe „Lippen schweigen, 's flüstern Geigen“ aus der „Lustigen Witwe" in die Welt der Operette zurückkehren.