Hollywood-Glamour am Neusiedler See

Regisseur Maximilian Schell und Intendant Harald Serafin verrieten im Uniqa Tower in Wien erste Details über die “Wiener Blut”-Inszenierung:
 
Mit stolz geschwellter Brust verkündete der Intendant, er sei seit 5 Tagen mit dem großen Maximilian Schell per „DU“.   Harald Serafin ist ein alter Fuchs, als er vor 5 Jahren Maximilian Schell kennenlernte, wusste er:

Das ist mein Mann für Mörbisch 2007, im Jubiläumsjahr muss der „Wiener Blut“ auf der Seebühne hollywood-like inszenieren.“ 4 Jahre lang lag Harald Serafin Maximilian Schell mit dieser Idee in den Ohren und wer Harald Serafin kennt, der weiß, er schafft, was andere für unmöglich halten. Seit Monaten zerbricht sich nun Maximilian Schell den Kopf darüber, die Strauß-Operette „Wiener Blut“ zu einer Erfolgsproduktion zu machen.
   
Schon der Auftakt lässt vermuten, dass der Oscar-Gewinner ein äußerst kreativer Kopf ist:  Auf alle Fälle wird der See in die Kulisse eingebettet, diese herrliche Landschaft müsse gezeigt und nicht versteckt werden:

„ Diese Urlandschaft mit dem See ist faszinierend und vielleicht hat Wien vor 5.000 Jahren ja auch so ausgesehen.“
Die traditionelle launige Serafin’sche Begrüßung baut Maximilian Schell in die Operette ein:

„Ich hab die Idee, dass Harald nach der Begrüßung auf einen Hügel geht und eine Geschichte erträumt und so ins historische Wien hinüber gleitet.
Harald Serafin wandert über die Seebühne und wie von Zauberhand lässt er aus dem Nichts die Bühne und somit das Wien um 1815 - zur Zeit des Wiener Kongresses - auftauchen.  Während der Wanderung schlüpft Harald Serafin in die Rolle des Fürsten Ypsheim-Gindelbach, Premier-minister von Reuß-Greiz-Schleiz. Mit Reuß-Greiz-Schleiz hat Maximilian Schell so seine Probleme – der Name ist ein echter Zungenbrecher und der Oscar-Gewinner verdreht die einzelnen Buchstaben derart, dass ihm der wortgewandte Harald Serafin versucht aus der Patsche zu helfen. Das Ergebnis – die beiden Herren mühen sich ab und sorgen für etliche Lacher  – nun, bis zur Premiere am 12. Juli wird Reuß-Greiz-Schleiz den beiden sicher ganz locker von der Zunge gehen.

„Wiener Blut“
ist eine harmlose Komödie der Verirrungen und der Techtelmechtel. Die Tatsache, dass die Librettisten die Handlung zur Zeit des Wiener Kongresses ansiedeln, nimmt Maximilian Schell zum Anlass, einen Konnex zur Europapolitik herzustellen. Das von Napoleon verwüstete Land und eine überdimensionierte Europakarte werden elementare Bestandteile der Inszenierung sein. Maximilian Schell möchte nicht nur ein seliges Operettchen inszenieren, sondern einige politische Seitenhiebe anbringen, gemäß der ursprünglichen Idee des Komponisten Johann Strauß. Wir dürfen also gespannt sein, denn mehr will uns der internationale Filmstar mit österreichischer Abstammung, Schweizer Wohnsitz und Wiener Blut nicht verraten!
 

PRESSEGALA UNIQA TOWER 20.3.07 www.uniqa.at