Ensemble, Regisseur und
Intendant erleben ein
Wechselbad der
Gefühle zwischen
Probenstress und Probenspaß.
Am 4. Juni begannen die
Proben für die
Jubiläumsproduktion der
Seefestspiele Mörbisch.
Das Wiener Blut Ensemble
ist ein buntes Völkchen,
das trotz aller
Ernsthaftigkeit den
Probenspaß nicht zu kurz
kommen lässt.
Das Wetter
verlangt den Künstlern
dieses Jahr einiges ab.
Zunächst war die Sonne
gnadenlos.
Die Temperaturen auf der
Seebühne Mörbisch
pendelten zwischen 45 und 50
Grad und so manche und
so mancher war da dem
Kollaps nahe. Doch nachdem
Intendant Harald Serafin der
Hitze trotzte, wollte sich
natürlich niemand, nicht
einmal Regisseur
Maximilian Schell, die
Blöße geben und zugeben,
dass der pannonische Sommer
2007 unerträglich sei.
Harald
Serafin hatte übrigens für
alle einen Tipp parat:
„Trink a Schluckerl, trink a
Schluckerl und dann schaffst
es schon!“
Dazwischen hüpfen alle zur
Abkühlung ins kühle Nass des
Neusiedler Sees und schon
geht es munter weiter.
Ja und momentan wird auf der
Seebühne gefroren, aber
solange kein orkanartiger
Sturm und keine
wolkenbruchartigen
Regenfälle niedergehen, wird
rund um die Uhr geprobt,
denn die Premiere
kommt bestimmt – nämlich am
12. Juli 2007.
Die Johann
Strauß Operette „Wiener
Blut“ wird das Publikum in
ihren Bann ziehen.
Harald
Serafin bekommt vom Proben
nicht genug. In den Pausen
muss daher Rudolf Bibl,
der musikalische Leiter des
Festivals, die Gräfin
Zedlau mimen und mit dem
Intendanten die Duette
einstudieren – ein Spaß, den
sich Sängerinnen, Sänger und
Regisseur trotz Erschöpfung
nicht entgehen lassen.
Harald Serafin ist ein
Zirkuspferd, das nicht
nur am Abend bei der
Vorstellung tanzt, sondern
auch bei der Probe.
Apropos Tanz
– Choreograph Giorgio
Madia hat sich für
Wiener Blut einiges
einfallen lassen.
Bei den Proben wirkt der
Tanz mit den Fahnen zwar
noch etwas wie der Einzug
der Nationen im
Fussballstadion, doch in
Kostüm und Maske beim
richtigen Licht, wird das
Ganze eine fulminante
Ballettshow.
Giogio Madia ist diesen
Sommer bereits zum 6. Mal in
Mörbisch mit dabei und fühlt
sich am Neusiedler See
mittlerweile zuhause.
Die
Seefestspiele, das sind eine
große Familie, das
bestätigt auch Bühnen-
und Kostümbildner Rolf
Langenfass. Bereits seit
15 Jahren zaubert er eine
schillernde und glamouröse
Welt der Operette auf
die Seebühne.
Zum 50. Geburtstag des
Festivals hat sich Rolf
Langenfass aber selbst
übertroffen. Das Publikum
wird staunen, wenn sich die
einzelnen Bühnenteile
erheben und bewegen.
„Wiener Blut“ auf der
Seebühne Mörbisch wird alles
vorher schon da Gewesene in
den Schatten stellen.
Toi, toi,
toi für die Premiere.
Tja, der Umgang mit dem
Pferd will gelernt sein.
Giogio Madia
und sein Ballett haben also
alle Hände voll zu tun.
"Trink a
Schluckerl, trink a Schluckerl und dann schaffst
es schon!"
Daniel
Serafin und Ursula Pfitzner
zeigen sich bestgelaunt und
stressresistent!