Starregisseur führt TV-Regie bei Live-Premiere am 12. Juli, 21.05 Uhr, ORF 2
 
Kurt Pongratz: In seinen Adern fließt "Wiener Blut"

Starregisseur führt TV-Regie bei Live-Premiere
am 12. Juli, 21.05 Uhr, ORF 2

Zwar fiel die Orchesterhauptprobe für die Donnerstag-Premiere des Operettenklassikers "Wiener Blut" in Mörbisch gestern (9. Juli 2007) auf Grund eines heftigen Gewitters ins Wasser, in seiner Live-Zuschaltung in "lebens.art" (22.30 Uhr, ORF 2) war Festspielintendant Harald Serafin aber schon wieder guter Dinge: "Besser es regnet heute und am Donnerstag ist es trocken." Doch nicht nur das ORF-Kulturmagazin, das gestern mit durchschnittlich 186.000 Sehern (16 Prozent nationaler Marktanteil 12+) seinen besten Wert seit Start hinlegte, blickte hinter die Kulissen der Megaproduktion, die ORF 2 und 3sat am Donnerstag ab 21.05 Uhr live übertragen, auch zahlreiche Journalisten taten dies im Rahmen eines Pressetermins auf der Seefestbühne. Mittendrin Erfolgsregisseur Kurt Pongratz, der erstmals eine Operette - und zwar die allererste Live-Übertragung einer Mörbisch-Premiere, inszeniert von Oscar-Preisträger Maximilian Schell - mit Hilfe einer rund 70-köpfigen ORF-Crew ins rechte TV-Bild rückt.

Serafins Wunschkandidat
 
Kurt Pongratz, den mehrfach ausgezeichneten Spezialisten für TV-Großproduktionen mit bis zu 45 Kameras, der bisher u. a. nicht nur für erfolgreiche ORF-Shows wie "Musikantenstadl", "Starmania" oder "Dancing Stars", sondern auch für große Events und Galas wie "Christmas in Vienna" und "World Stunt Awards" sowie erfolgreiche Talkformate wie die "Harald-Schmidt-Show" verantwortlich zeichnete, hat sich Mörbisch-Hausherr Harald Serafin in seinem 15. Intendanzjahr höchstpersönlich für die Bildregie der Operettenübertragung gewünscht. "Ich kenne ihn lange und weiß, wie er arbeitet.

Und ich weiß, dass hier noch nie Showeffekte und -schnitte gemacht wurden, wie man sie mit der modernen Technik eigentlich machen könnte. Und das kann der Kurt Pongratz", schwärmt Festspieljubilar Serafin. "Ich bin wahnsinnig erfreut darüber, dass er das übernommen hat."

Pongratz: "Wichtig, den Open-Air-Gedanken rüberzubringen"

"Es war nicht schwer, mich dafür zu gewinnen, weil das eine Musiksendung ist, die mich persönlich sehr interessiert. Wie Musik überhaupt: und zwar vom Pop über Volksmusik bis zur Klassik. Musik ist mir sehr wichtig", bekennt sich Pongratz zu seinem Operetten-Debüt. Und: "Strauß ist eine gschmackige Musik für einen Fernsehschaffenden." In der Vergangenheit hatte Kurt Pongratz es u. a. mit zahlreichen internationalen Musikgrößen aller Richtungen zu tun: Von Plácido Domingo und José Carreras über Paul Anka, Diana Ross, Dionne Warwick, Tina Turner, Cher, Phil Collins und Rod Stewart bis zu Robbie Williams - sie alle ließen sich schon vom gebürtigen Mödlinger in Szene setzen. Bei "Wiener Blut" wird der Starregisseur mit insgesamt elf Kameras arbeiten - drei davon auf der Bühne. "Es ist mir wichtig, den Open-Air-Gedanken richtig rüberzubringen, die wunderschöne Landschaft, den See und die Musik mit luftigen Bildern zu verbinden. Mörbisch hat schon einen speziellen Touch und es ist toll, dass wir mit einer Beginnzeit von 21.00 Uhr diese Blue-Hour-Stimmung einfangen können", so Pongratz.

Fruchtbare künstlerische Auseinandersetzungen mit Schell

Mit Operettenregisseur Maximilian Schell habe es anfangs zwar fachliche Diskussionen darüber gegeben, wie präsent das Kamerakonzept bei der Premiere sein solle. Doch: "Das waren künstlerische Auseinandersetzungen mit einem positiven Ergebnis, denn meine Intention ist es, Schells spartanische Inszenierung dicht, kompakt und für den Zuseher kulinarisch ins Bild zu rücken", erzählt Pongratz. Jetzt muss nur mehr das Wetter mitspielen, dann ist alles perfekt. "Das ist jetzt unser größtes Problem. Aber ich habe heute mit den Leuten vom ORF-Wetter gesprochen und die sagen, dass es am Donnerstag eine trockene Aufführung geben soll", zeigt sich der Großmeister der TV-Bilder zuversichtlich.

"Wiener Blut" eröffnet am Donnerstag, dem 12. Juli, um 21.05 Uhr
den Premierenreigen der ORF-"Sommerkultur".
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