Johann Strauß´ letzte Operette ist eine
Folge wunderbarer Walzermelodien des
Meisters.
In kaum einer anderen Operette wurde die
heiter schwebende Wiener Atmosphäre so
typisch eingefangen und verzaubert mit „Wiener
Blut, eigener Saft, voller Kraft, voller
Glut!“, „Grüß dich Gott, du liebes
Nesterl“ oder „Draußen in Hietzing
gibt’s a Remasuri“
Inhaltsangabe "Wiener Blut"
Der Schauplatz: Wien, zur Zeit des Wiener
Kongresses (1815)
Graf Zedlau ist zwar frisch verheiratet,
doch seine Gattin Gabriele, eine
lebenslustige Wienerin, findet ihren anfangs
provinziell-langweiligen Gemahl recht
uninteressant und kehrt zu ihren Eltern
zurück. Der Graf reist ihr nach, lebt durch
die „Wiener Atmosphäre“ so richtig auf und
nimmt sich eine Geliebte, Franzi. Damit
nicht genug, verliebt er sich auch in die
bildhübsche Probiermamsell Pepi und macht
ihr den Hof.
Es kommt, wie es kommen muss:
eine Verwechslung ist Ausgangspunkt für eine
Kettenreaktion von turbulenten Verwirrungen
und Verwicklungen. Nach einem Lauf durch den
Irrgarten der Gefühle, verliebt sich der
Graf am Ende auf´s Neue….
Und wer trägt nun die Schuld an diesem
heillosen Durcheinander? Das
WIENER BLUT!
Ein Weltstar in Mörbisch:
Oscar Preisträger Maximilian
Schell inszeniert "Wiener
Blut" von Johann Strauss
Wenn
im „Mekka der Operette“ das
50jährige Jubiläum gefeiert wird,
dann muss das ein glanzvolles,
brillantes Fest werden. Eine
notwendige Voraussetzung dafür wurde
von Intendant Kammersänger Harald
Serafin geschaffen:
Es gelang ihm, Maximilian Schell als
Regisseur für die Johann Strauß –
Operette „Wiener Blut“ zu
verpflichten:
Was reizt Maximilian Schell, der
bereits den Rosenkavalier von
Richard Strauss oder Wagners
"Lohengrin" in Los Angeles in Szene
gesetzt hat, an der Operette?
"Die Operette ist das Musical des
19. Jahrhunderts. Als ich das erste
mal in Mörbisch war, war ich
begeistert. Sogar meine Tochter, die
sonst Eminen zugetan ist, hat
Mörbisch sofort geliebt. Und ich
fing an, dieses Team rund um Rolf
Langenfass (Bühne) oder Giorgo Madia
(Choreographie) zu bewundern.
Maximilian Schell will in der
Inszenierung von "Wiener Blut" vor
allem "Gegensätze anpacken".
"Das muss ein Traumspiel werden,
bei dem die Parallelen zur heutigen
Zeit sichtbar werden.
Man darf nicht vergessen, dass diese
Operette zur Zeit des Wiener
Kongresses spielt. Da wurden die
Weichen für die Zukunft Europas
gestellt. Das ist mit heute
vergleichbar. Politik ist Politik.
Sie ist Glück und Unglück zugleich.
Aber am Ende regiert immer die
Verwaltung. Die Parallelen zur
heutigen Zeit werden erkennbar sein.
Dafür braucht es nicht unbedingt
modische Kleider".