Die Stars
von Mörbisch 2006

Harald Serafin: Fürst Basil Basilowitsch
Harald Serafin

"Der Graf von Luxemburg“
wurde 1909 in Wien uraufgeführt und spielt im damaligen Milieu der Pariser Boheme. Neben der Lustigen Witwe gilt die Operette als bestes Werk in Franz Lehars früher Schaffensperiode.

Unter Intendant Harald Serafin wird die Operette nun erstmals auf der Seebühne in Mörbisch gespielt: „Die Operette ist ein Traum mit den wunderbaren Melodien, sie gehört einfach nach Mörbisch und ich weiß, mein Publikum wird den Grafen von Luxemburg nicht nur annehmen, sondern lieben.“

Harald Serafin spielt diesen Sommer in Mörbisch nicht wie üblich eine kleine Rolle, sondern eine Hauptrolle, den Fürsten Basil Basilowitsch.

Der Intendant hat irrsinnig viel Spaß an der Rolle und meint sogar, der Basil Basilowitsch sei die Rolle seines jetzigen Lebens:




Marika Lichter: Gräfin Stasa Kokozow
Harald Serafin: Fürst Basil Basilowitsch


„Ich spiel den alten Fürsten, der sich in eine junge Frau, die Sängerin Angele Didier (Gesa Hoppe/Ruth Ohlmann) verliebt und sag dauernd „ich bin ja so verliebt“ – das ist der Running Gag.

Nur leider kommt dann so ein junger Graf (Michael Suttner/Thomas Piffka) daher und schnappt sie mir weg und ich bleib mit der alten Kokozow (Marika Lichter / Sigrid Hauser) sitzen.  Tja so ist das Leben, was soll’s!"

Harald Serafin freut sich auf jede Vorstellung in Mörbisch, nicht nur die Premiere – er ist ein Mann, der ohne Theaterluft nicht sein kann: „Ich bin vor jeder Vorstellung angetörnt und adrenalisiert - ich bin verliebt, ich muss es ja gestehen, weiß selber nicht, wie mir das nun geschehen – ich liebe mein Publikum und das liebt mich!“
 




Intendant Harald Serafin

Dietmar Pflegerl

Einer, der seit dem ersten Probentag ganz vernarrt in Harald Serafin ist, das ist Regisseur Dietmar Pflegerl. Der Direktor des Klagenfurter Stadttheaters inszeniert erstmals in seinem Leben Operette und dass er das tut, daran hat er vor Vertragsunterzeichnung die Bedingung geknüpft: „Serafin muss den Basil Basilowitsch spielen, sonst mach ich es nicht


Dietmar Pflegerls Konzept ist aufgegangen, die Operette ist so geworden, wie er sie sich in seinem Kopf ausgedacht hat und Serafin als Basil läuft zur Hochform auf, freut sich der Regisseur:

„Er ist so fulminant und so unvergleichlich gut. Ich hab eine solche Freude an ihm, das ist das Geschenk, das ich aus Mörbisch mitnehme, dass ich mit einem solchen Erz-Komödianten arbeiten durfte.“



Regisseur Dietmar Pflegerl




Anja-Nina Bahrmann: Juliette Vermont
Intendant Harald Serafin: Fürst Basil
Michael Suttner: Rene Graf von Luxemburg
Dietmar Pflegerl: Regie
Gesa Hoppe: Angèle Didier

 

Dietmar Pflegerl inszeniert zwar seine erste Operette, aber mit großen Open Air Bühnen weiß er umzugehen, schließlich inszenierte er das jahrelang auf der Wörtherseebühne.

Allerdings im Vergleich mit der Seebühne Mörbisch sei die Wörtherseebühne ein Konservenschrottplatz.

Die Seefestspiele Mörbisch seien ein auf Qualität ausgerichtetes Unternehmen in Bezug auf Ausstattung, Ton, Licht und Besetzung, sodass es eine Freude sei hier zu arbeiten.

Ach ja, der Regisseur meint, „es lohnt sich, den Grafen von Luxemburg zu sehen, die Operette ist großartig und ich hab auch einige Überraschungen für das Publikum hineininszeniert“.

Michael Suttner

Ganz toll in Mörbisch findet es auch Michael Suttner. Der junge Tenor ist zum ersten Mal bei den Seefestspielen engagiert und gibt hier sein Debüt als Graf von Luxemburg.

Michael Suttner ist vielbeschäftigtes Ensemblemitglied am Staatstheater am Gärtnerplatz in München und genießt die entspannte und doch sehr produktive Atmosphäre der Seefestspiele Mörbisch.


Michael Suttner











Michael Suttner:
Rene Graf von Luxemburg

Wir hatten viel Zeit, um die Rolle zu entwickeln. Einige Dinge sind ganz anders geworden, als ich mir zuhause die Rolle vorgestellt habe, aber das gehört zu einer guten Probenarbeit einfach dazu.

Ich genieße es, das Dietmar Pflegerl so genau an Texten arbeitet. Ich hab viel von ihm gelernt, zumal ihm wichtig war, dass wir trotz der Größe der Bühne eine gewissen Intimität glaubhaft darstellen.

 
Thomas Piffka

“Michel Suttner wechselt sich als Rene Graf von Luxemburg mit Thomas Piffka ab.

Thomas Piffka ist in Mörbisch kein Unbekannter, war er doch schon im Jahr 2003 in der Lehar Operette „Giuditta“ als Octavio sehen.



Thomas Piffka




Michael Suttner: Rene Graf von Luxemburg
Gesa Hoppe: Angèle Didier



Harald Serafin: Fürst Basil Basilowitsch
Gesa Hoppe: Angèle Didier



Harald Serafin: Fürst Basil Basilowitsch
Gesa Hoppe: Angèle Didier
 

Gesa Hoppe

Als Angele Didier zur Seite steht Michael Stuttner Gesa Hoppe. Gesa Hoppe ist eine vielseitige Sängerin, sie singt abwechselnd Oper, Operette aber auch barocke und zeitgenössische Musik.

Die Kielerin hat mit Dirigenten wie Claudio Abbado, Ingo Metzmacher oder Adam Fischer gearbeitet.




Angele Didier: Gesa Hoppe


 Zu diesen prominenten Namen gesellt sich nun Prof. Rudolf Bibl. Der langjährige musikalische Leiter der Seefestspiele Mörbisch ist ein Operettenkenner wie kaum jemand und von ihm kann man verdammt viel lernen, gesteht Gesa Hoppe: „Rudi Bibl trägt uns mit seinem Orchester, es macht so viel Freude, zumal die Angele Didier eine so wunderschöne Rolle für einen lyrischen Sopran ist.“
 

Fasziniert ist Gesa Hoppe von Intendant Harald Serafin. Schon bei ihrer ersten Begegnung, beim Vorsingen vor knapp einem Jahr wusste sie: „Den mag ich!“ Das Vorsingen selbst war übrigens dann gar kein Vorsingen, „ich hatte das Gefühl, Harald Serafin und ich proben bereits - wir waren beide sofort in der Rolle drin und dann wurden auch gleich Fotos gemacht - spätestens ab diesem Zeitpunkt war mir klar, ich bin in Mörbisch 2006 dabei“.

Bei den Proben selbst zeigte sich, dass Gesa Hoppe sich in Harald Serafin nicht getäuscht hat: „Man spürt überhaupt nicht, dass er hier der Chef ist, er arbeitet hart wie wir alle, was ihn von uns allerdings unterscheidet, er macht gerne Witze und dann fällt man um vor Lachen!“ Ach ja und damit sie während den Vorstellungen vor Lampenfieber nicht umfällt, hat Gesa Hoppe immer einen kleinen Marienkäfer als Talisman mit dabei.

Gesa Hoppe singt Angele Didier alternierend mit Ruth Ohlmann. Ruth Ohlmann ist mit 16 Jahren mit ihrer Familie von Deutschland nach Kanada gezogen, wo sie dann auch Gesang studiert hat. Heute lebt sie in München und immer wieder ist sie auf Urlaub im Burgenland. Die Sängerin ist nämlich mit dem Eisenstädter Johannes Beck verheiratet. Johannes Beck ist ebenfalls Sänger und bei der diesjährigen Produktion der Seefestspiele als Pelegrin, als Notar, engagiert.

 

Ruth Ohlmann und Johannes Beck

Vor 12 Jahren haben einander Ruth Ohlmann und Johannes Beck kennen gelernt. Bis sie ein Ehepaar wurden, hat es aber noch lange gedauert, erst vor 4 Jahren wagten sie den Schritt vor den Traualtar. Dass sie ein Paar werden, scheint vorbestimmt gewesen zu sein, erzählt Ruth Ohlmann: „Wir waren beide vor 12 Jahren in New York und haben für das Opernstudio Züricher Oper vorgesungen und zwar am gleichen Vormittag und gewohnt haben wir im gleichen Hotel. Trotzdem sind wir einander dort nicht begegnet, aber wir wurden glücklicherweise beide engagiert und sind uns dann zum ersten Mal in Zürich begegnet!“

Johannes Beck, wusste gleich, die oder keine. Allerdings gab es noch ein Hindernis: „Ich musste sie noch ihrem Verlobten ausspannen, aber schliesslich ist sie doch meinem Charme und meinem hartnäckigen Werben erlegen.“

Während Ruth Ohlmann eine Hauptrolle spielt, ist Johannes Beck nur in einer kleinen Rolle zu sehen. Die beiden versuchen nämlich immer öfter gemeinsam Engagements zu bekommen, weil sie nicht gerne lange voneinander getrennt sein möchten – wie heisst es im Grafen von Luxemburg so schön:

„Versäum – verträum nicht die Zeit – sehnst umsonst dann zurück - die Lieb’ in Lust und Leid
!“ – Und jeder Tag ohne den anderen ist für Ruth Ohlmann und Johannes Beck ein verlorener Tag.


Ruth Ohlmann
Johannes Beck




Marika Lichter:
Gräfin Stasa Kokozow
Harald Serafin:
Fürst Basil Basilowitsch

 

Marika Lichter und Sigrid Hauser

Harald Serafin als Fürst Basil Basilowitsch ist zwar in die Sängerin Angele Didier verliebt, aber im Hafen der Ehe landet er mit der alten Gräfin Stasa Kokozow. „Wobei die Kokozow ist bei uns gar nicht so alt“, gesteht der Intendant, „Marika Lichter und Sigrid Hauser, die beide alternierend die Rolle spielen, würden mir ganz schön was erzählen, wenn ich sie alt nenne!“

Harald Serafin hat wie immer mit seinen Sängern und Sängerinnen ein Glück, denn auch Sigrid Hauser und Marika Lichter mögen ihn einfach so wie er ist. Letzere schätzt ihn vor allem auf Grund seiner Professionalität: „Mit Harald ist es einfach super zu arbeiten.



Sigrid Hauser

Im Gegensatz zu manch anderen, denen er auf die Nerven geht, liebe ich ihn. Ich find ihn wunderbar, er weiß sehr viel vom Theater und wie die Dinge funktionieren und das schätze ich an ihm.“ Marika Lichter ist bereits zum zweiten Mal in Mörbisch dabei. Vor 8 Jahren sang sie im Vogelhändler die Adelaide. Premiere hingegen hat der „Dancing Star“ als Tänzerin in Mörbisch, „ich bin ein Zirkuspferd, ich mach alles, wenn es für die Rolle und die Produktion notwendig ist und jetzt möchte ich allen zeigen, was ich gelernt habe. Ich genieße es auf der Bühne zu stehen.“

Sigrid Hauser hingegen gibt in Mörbisch ihr Debüt. Die Sängerin, Schauspielerin und Autorin ist dem Publikum vermutlich aus der TV-Comedy Serie „Die kranken Schwestern“ bekannt, wofür sie 1997 sogar mit der Romy ausgezeichnet wurde. Sigrid Hauser ist also als komische Kokozow bestens besetzt.
 



Harald Serafin: Fürst Basil Basilowitsch
Ruth Ohlmann, Angèle Didier
Alfred Sramek, Fürst Basil Basilowitsch
Alfred Sramek

Da Harald Serafin nicht nur Sänger, sondern auch Intendant ist, singt er natürlich nicht alle Vorstellung der Lehar Operette „Der Graf von Luxemburg“, sondern lässt hin und wieder auch Alfred Sramek als Basil Basilowitsch auf die Bühne.

Alfred Sramek ist in Mörbisch schon ein guter Bekannter, er liebt die Operette und er liebt volle Häuser: „Je voller desto besser!“

 
   
Darsteller & Leading Team
Inhalt der Operette
Regie
Hörproben