|
|
|
 |
Ehre wem Ehre gebührt:
Harald Serafin wurde Ehrenmitglied der Wiener
Volksoper.
|
Dabei hätte sich der
Intendant der Seefestspiele Mörbisch
beinahe um diese Ehrung gebracht. Meinte
er doch, er habe schon alle
Auszeichnungen, Orden und Ehrungen –
einzig ein Ehrengrab fehle ihm noch in
seiner Sammlung. Doch
Volksoperndirektor Rudolf Berger
führt scheinbar Aufzeichnungen über
sämtliche Serafin-Ehrungen und hat
Harald Serafin nun die
Ehrenmitgliedschaft der Wiener Volksoper
verliehen.
Noch bevor Harald Serafin im Theater an
der Wien als „Danilo“ Rekorde
brach, lange bevor er als "Mr.
Operette" den Seefestspielen
Mörbisch seinen Stempel aufdrückte und
als "Mr. Wunderbar" einer der
Lieblingsentertainer des Landes wurde,
hat er an der Volksoper Oper gesungen
und natürlich auch in seinem Leibfach
als Bonvivant brilliert.
|

 |
Derzeit steht Harald Serafin
wieder regelmäßig auf der Bühne der
Volksoper und zwar in Lehars „Lustiger
Witwe“ – allerdings nicht in seiner
Paraderolle dem Danilo, den er im Laufe
seiner Karriere rund 1700mal gesungen hat,
sondern als Baron Mirko Zeta.
Und im Anschluss an die
Vorstellung am 13. September wurde Harald
Serafin nun auf der Bühne von
Volksopern-direktor Rudolf Berger und
Kunststaatssekretär Franz Morak geehrt.
Den Operettenkönig vom Neusiedler See kann
man nicht leicht aus der Fassung bringen,
aber die Verleihung der Ehren bürger- schaft
der Wiener Volksoper traf ihn mitten ins
Herz. |
|
Mit Tränen vor Rührung in den
Augen und einem strahlendem Lächeln bedankte
er sich.
Zur Überraschung hatte der Meister der
Improvisation dieses Mal eine vorbereitete
Rede mit! Doch Harald Serafin ist eben
Harald Serafin: die vorbereitete Dankesrede
gab es nicht zu hören – Serafin hatte seine
Brille vergessen und somit bekam das
Publikum eine launige, improvisierte
Serafin-Rede zu hören.
„Ich stand
1966 zum ersten Mal auf dieser Bühne,
habe mich sehr bald hier zuhause gefühlt,
bin trotzdem immer wieder abgehauen, weil
mir der großartige Peter Minich hier
als Konkurrent im Nacken saß. Aber ich kam
immer wieder reumütig zurück und freue mich
sehr, dass ich jetzt Ehrenmitglied dieses
Hauses bin!
Ich danke euch. Ich mag es einfach,
geehrt zu werden, könnte mich daran gewöhnen.
|
|
 |
Ganz besonders bedanken
möchte ich mich meiner Mausi, daß sie alles
mitmacht und immer hinter mir steht. Ach ja
und bei einem muss ich mich unbedingt
bedanken – bei unserem Souffleur.
|
Jeden tag trampeln wir über
den Armen drüber. Was täten wir wohl ohne
ihn.“ Harald Serafin gestand somit
öffentlich, dass er ein begnadeter Hänger
ist und meinte schließlich:
„Ich bin Ehrenmitglied, jetzt kann ich mir
alles erlauben und alles sagen! Ist das
nicht wunderbar!“ |
|
|
|
|