Tauchen sie ein mit dem
Life Ball, dem größten Charity Event Europas, in die
Welt der Operette.
Der Life Ball 2006
hat sich ganz der Operette verschrieben. Für Life
Ball Organisator Gery Keszler haben die die
Operette und der Life Ball vieles gemeinsam: „Beide
bedienen sich der Opulenz, des Witzes, der
Gesellschaftskritik und auch des Kostüms, um sich in
Szene zu setzen. Außerdem ist die Wiener
Balltradition ohne die Operette kaum denkbar – und
aus dieser Tradition ist auch der Life Ball
entstanden.“
Am 20. Mai wird das
Publikum vor dem Wiener Rathaus und im Wiener
Rathaus in die Welt der Operette eintauchen und
Gery Keszler outet sich anlässlich des Life Balls
erstmals als Operettenliebhaber:
„Ich mag viele Operetten aus ganz unterschiedlichen
Gründen: „Giuditta“ zum Beispiel, „Die
Csardasfürstin“ oder „Eine Nacht in Venedig“.
Hervorzustreichen wäre eventuell „Das Land des
Lächelns“, weil die Problematik der Ablehnung,
des kulturellen Unverständnisses, der starren
Konventionen etwas ist, womit auch der Life Ball
immer wieder zu kämpfen hat.
Wenn man diese Operette also zeitgemäß lesen will,
ist sie besonders aktuell.“
Umgesetzt wird das
diesjährige Motto „Operette“ natürlich in
Zusammenarbeit mit den Seefestspielen Mörbisch.
Als die Idee entstand, das Motto des heurigen Life
Balls der Operette zu widmen, lag für Gery
Keszler die Zusammenarbeit mit dem
Operettenfestival am Neusiedlersee auf der Hand:
„Wir werden mehrere Tieflader voller Bühnenbilder
aus Mörbisch zum Life Ball transportieren,
dürfen viele Kostüme vergangener Produktionen
verwenden und haben in künstlerischen Mitarbeitern
der Seefestspiele wie zum Beispiel Giorgio Madia
oder Rolf Langenfass wertvolle kreative
Unterstützer gewonnen. Schon jetzt zeichnet sich ab,
dass hier eine echte gegenseitige Befruchtung
stattfindet, und damit haben sich meine Erwartungen
bereits erfüllt.“
Für Gery Keszler ist
Harald Serafin der faszinierende Motor von Mörbisch,
„er ist ausufernd in seiner Leidenschaft und
gleichzeitig straff fokussiert auf seine Ziele.
In diesem Punkt sind wir uns durchaus ähnlich.“
Und das stimmt – so wie Harald Serafin immer im
Dienst von seinem Mörbisch unterwegs ist, tut
das unermüdlich Gery Keszler mit seinem Life Ball.
Vor 14 Jahren hat er
den Life Ball, das größte Charity Event Europas
im Kampf gegen Aids, ins Leben gerufen. Der
gesamte Reinerlös des Life Balls fließt in HIV bzw.
Aids Hilfsprojekte. Er hat mit dem Life Ball Aids
ins Bewusstsein der Menschen gerückt, wobei Gery
Keszler das Gefühl hat, dass die Menschen zu Beginn
des Life Balls viel eher sensibilisiert waren als
sie das heute sind: „Damals war Aids ein
omnipräsentes Thema, man wusste noch relativ wenig
über die tatsächlichen Auswirkungen und es gab keine
auf lange Sicht wirksamen Medikamente. Vor allem in
der kreativen Szene gab es unglaublich viele
Menschen, die krank waren und verstarben, wodurch
Aids sehr viele Antlitze bekam. Natürlich war die
Krankheit ein riesiges Tabu und mit den
unappetitlichsten Vorurteilen behaftet, aber man war
regelrecht gezwungen, sich damit zu beschäftigen.
Safer Sex war Anfang
der 90er wahrscheinlich das Thema schlechthin. Heute
sinkt das öffentliche Interesse dramatisch, obwohl
zur Ignoranz kein Anlass besteht. Noch nie gab es so
viele HIV-infizierte Menschen, nämlich weltweit über
40 Millionen, noch nie starben so viele Menschen an
dieser schrecklichen Epidemie, und noch nie stieg
die Zahl der Neuinfektionen so rasant. Aids ist das
größte soziale Problem dieses Planeten. Der Life
Ball stellt das Thema HIV und Aids wenigstens einmal
jährlich in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Indem
wir ein ausgelassenes, sinnliches Fest
feiern, transportieren wir auch das eigentliche
Anliegen des Events mit.“
Der 14. Life Ball
wird spektakulär und aufregend wie seine Vorgänger:
Diesel zeigt seine Mode und bringt Supermodel Naomi
Campbell mit, fix dabei ist jetzt auch Sharon Stone.
Was ist wohl das Geheimnis des Erfolges von Gery
Keszler, Jahr für Jahr derart prominente Gäste zum
den Life Ball zu bringen?
Nun ganz einfach,
Gery Keszler meint, es sei der Mix aus
ernsthaftem Engagement für Betroffene und einem
großen, das Leben bejahenden Fest: „Alle diese
prominenten Persönlichkeiten kommen rein für die
gute Sache, denn wir bezahlen aus Prinzip keine
Gagen oder Aufwandsentschädigungen. Das heißt,
wer zum Life Ball kommt, muss sich von vornherein
der Thematik verpflichtet fühlen, was uns auch sehr
wichtig ist, denn wir wollen keine Bühne zur reinen
Selbstdarstellung sein. Mit dem gesteigerten
Bekanntheitsgrad des Life Balls und damit
einhergehend verbesserten internationalen Kontakten
wird es aber natürlich auch leichter, Weltstars
davon zu überzeugen, zum Life Ball nach Wien zu
kommen.“
Und wir werden beim
Life Ball am 20. Mai 2006 vor und im Wiener
Rathaus schauen, welche Promis von Naomi Campball
bis Sharon Stone wir wohl für die Welt der
Operette begeistern können und vielleicht künftig
als Gäste in Mörbisch begrüßen dürfen.